Das erste Interview fand in Berlin statt und wurde mit zwei Kollegen durchgeführt. Die Atmosphäre war sehr locker und freundlich. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und bei Fragen, die ich nicht beantworten konnte, wurde mir eine ausgiebige und verständnisvolle Erklärung mitgeliefert. Besser kann ein Interview nicht ablaufen.
In einem weiteren Schritt fand ein Online-Interview mit einem französischen HR-Mitarbeiter statt. Der Kollege aus Paris war sehr jung und das gesamte Gespräch hat circa 20 Minuten gedauert. In diesem Schritt wurden die klassischen Standardfragen gestellt, die jeder schon einmal gehört hat.
In einem letzten Schritt fand wiederum ein Skype-Interview mit dem HR-Manager aus Paris statt.
Dieses Gespräch war von technischen Diskrepanzen durchzogen, die mittendrin dafür gesorgt haben, dass wir unsere Kameras abgeschaltet haben und der Ton unzählige Male auf Seiten Frankreichs ausgefallen ist. Es fand ein regelrechtes methodisches Abarbeiten einer Frageliste seitens des Personalers statt. Dieser war aufgrund der technischen Probleme sichtlich genervt und wirkte an meiner Person desinteressiert. Es konnte keine metaphorische Beziehung zu diesem Gesprächspartner aufgebaut werden. Sämtliche Versuche meinerseits Humor in dieses Gespräch einfließen zu lassen, wurden abgeschmettert. Etliche Fragen aus seinem Katalog wurden scheinbar übersprungen, denn sie wurden kurz angerissen und mittendrin, mit einem trockenen, "lassen wir diese Frage", abgebrochen. Das Gespräch wirkte auf mich sehr unprofessionell und kaltherzig. Es wurde mir ebenfalls klargemacht, dass meine Konkurrenz sehr groß sei, nach dem Motto, "wir können dich leicht ersetzen."
Nachdem dieses Gespräch beendet war, erhielt ich kurze Zeit später, eine Absage, mit der Begründung, ich hätte nicht genug Interesse am Unternehmen gezeigt. Den wahren Grund allerdings haben sie mir nicht mitgeteilt. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits einen anderen Job für Diesen abgelehnt habe, welches ich auch klar zu erkennen gegeben habe, hat wohl der Nasenfaktor darüber entschieden, dass ich nicht in das Unternehmen passe.